Qualifizierung von Leitungskräften

Eine Kindertagesstätte zu leiten, ist eine schöne, aber auch eine herausfordernde Aufgabe. Bereiche wie Teamführung und Teamentwicklung sowie Konzeptionsplanung und Konfliktmanagement erfordern spezifische Fachkenntnisse und Handlungskompetenz.

Für Fachpersonen in Leitungsfunktion bieten wir ab 2018 speziell zugeschnittene Seminare an. Hierfür konnten wir Referent*innen mit hoher Fachkompetenz und sehr viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Leitungskräften gewinnen. In den Seminaren werden theoretische Hintergründe und praktische Fragen des Arbeitsalltags als Kita-Leitung eingehend behandelt. Zudem besteht in den Seminaren die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Leitungskräften.

Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Beschreibung unseres derzeitigen Angebots, das wir kontinuierlich erweitern werden. Über die Auswahl am Ende der Seite gelangen Sie zu einer ausführlichen Seminarbeschreibung und Anmeldung. 

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu weiteren Leitungsseminaren? Kontaktieren Sie uns unter buschmann@zel-heidelberg oder telefonisch unter 06221-6516410.

Gerne beraten wir auch bilinguale Kindergärten im In- und Ausland und führen Veranstaltungen direkt vor Ort durch.

Anti-Bias-Ansatz: Vielfalt positiv erlebbar machen

Vielfalt in Kitas positiv erlebbar zu machen, ist eine Herausforderung für das Team, die bei jedem Einzelnen beginnt. Anti-Bias-Arbeit hat zum Ziel, Anerkennung und Entfaltungsmöglichkeiten für alle zu schaffen - unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweise. Einen solchen »Raum der Vielfalt« zu gestalten, erfordert die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen und Handlungsweisen. Es gilt, diskriminierende Verhältnisse abzubauen, um so Ausgrenzung und Benachteiligung in einer Einrichtung zu verhindern.

Mit diesem Workshop gewinnen die Teilnehmer*innen Einblick in die Anti-Bias-Arbeit und setzen sich mit einseitigen Sicht- und Handlungsweisen auseinander. Ziel ist es, Veränderung der eigenen Haltung und Praxis anzustoßen, um den inklusiven Umgang mit Vielfalt bei der Arbeit mit Kindern und deren Eltern zu stärken.

Armut bei Kindern: Begleitung und Unterstützung in der Kita

Im Mittelpunkt dieser zweitägigen Weiterbildung stehen die Bedürfnisse von Armut betroffener Kinder und deren Familien. Dieser Bereich der inklusiven Pädagogik konfrontiert Leitungs- und Fachkräfte mit den sozialen und emotionalen Folgen von Armut. Um betroffene Kinder begleiten zu können, brauchen sie spezifisches Wissen und Unterstützungsstrategien. Dabei geht es um soziale Leistungen und Angebote, die in Anspruch genommen werden können sowie um die individuellen Stärken und Ressourcen des Kindes. Diese zu erkennen und zu stärken, hilft dem Kind, ein positives Selbstbild aufzubauen.

Die Konzeption der Kindertageseinrichtung weiterentwickeln

Die Konzeption ist der Kern einer pädagogischen Einrichtung. Sie beschreibt, wie ein Team seine Arbeit in der Kita versteht und wie die Fachkräfte ihre Ziele im pädagogischen Alltag konkret methodisch umsetzen. Um diese Arbeitsweise für alle Teammitglieder, Eltern und Kooperationspartner transparent zu machen, müssen Neuerungen regelmäßig dokumentiert werden.

In dieser Fortbildung werden praxisnah Methoden vermittelt, eine solche dynamische Konzeptionsentwicklung effizient durchzuführen und gemeinsam mit dem Team als Lernprozess zu gestalten.

Inklusion: Grundlagen, Anforderungen und Praxistransfer in die Kita

Dieses viertägige Seminar ist insbesondere für Leitungskräfte geeignet, die mit ihrem Team den Weg zur inklusiven Kita gehen möchten.

Die Teilnehmer*innen begeben sich auf die Reise von der Separation über die Integration zur Inklusion. Anschließend wird das Inklusionsverständnis beleuchtet, wie es die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) ausgearbeitet hat. Ihre eigenen Normen und Werte werden mit diesem Konzept abgeglichen und diskutiert. Im weiteren Verlauf lernen sie die vier Dimensionen der Heterogenität kennen. Sie erfahren, warum die Anerkennung von Heterogenität und der unterschiedlichen Ausgangslagen der Kinder und Familien die Voraussetzung für gelingende Inklusion ist und gewinnen einen Überblick über die Situation in der eigenen Kita. Es werden die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Bedeutung für Inklusion in der Kita vorgestellt. Sie erfahren, wie Inklusionsentwicklung in Ihrer Kita umgesetzt werden kann. Intensiv beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit dem eigenen Rollenverständnis.

Inklusion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen

Die Inklusion von Kindern mit körperlicher, geistiger und seelischer Behinderung stellt komplexe Anforderungen an das gesamte Team. Symptome und Ursachen der Behinderung müssen eingeordnet werden, um zu verstehen, welche Konsequenzen sich daraus für eine Inklusion ergeben, die den individuellen Fähigkeiten des Kindes gerecht wird. Ein professioneller Umgang mit den Wünschen der Eltern erfordert es, Teamprozesse zu hinterfragen und ggf. Arbeitsbedingungen zu optimieren.

Konflikte im Team lösen

Wer eine Kindertagesstätte leitet, wird oft zu* Konfliktmanager*in: In vielen Fällen stehen hinter steigenden Krankheitsraten oder einer schlechten Stimmung im Team ungelöste Konflikte, die zu nachlassender Motivation führen. Schwelende oder offene Auseinandersetzungen im Team erschweren die Kommunikation unter Kolleg*innen und können leicht dazu führen, dass die Einrichtung nach außen hin einen schlechten Eindruck hinterlässt. In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmer*innen Methoden kennen, vorbeugend Konflikte anzupacken und dadurch zu deeskalieren.

Partizipations- und Beschwerderechte von Kindern in der Kita umsetzen

Die Gewährleistung von Selbst- und Mitbestimmungsrechten von Kindern ist gesetzlich vorgeschrieben (nach § 45 SGB VIII). Die praktischen Implikationen dieser Vorgabe sind jedoch oftmals unklar. Sie im Kita-Alltag umzusetzen, bedeutet für Teams, sich auf einen gemeinsamen Lernprozess einzulassen. In dieser Fortbildung werden Grundlagen zum Partizipations- und Beschwerdemanagement in der Kita vermittelt, um diesen Prozess zu unterstützen. Neben den rechtlichen Grundlagen geht es konkret darum, welche Machtverhältnisse in Kitas vorkommen und wie diese demokratisiert werden können. Auch die Chancen, die ein bewusster Umgang mit Kinder-Beschwerden liefert, stehen im Fokus.