Modulübersicht

Nach langjähriger Erfahrung in der Sprachbildung/Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen sowie in der Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften haben sich folgende sechs Bereiche für eine Weiterbildung von ehrenamtlichen Helfer*innen und Fachkräften als besonders zentral erwiesen: Alltagsintegrierte Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Umgang mit Traumatisierung, Selbstfürsorge, Kultursensibilität und Kooperation mit Eltern. Für das IMPULS-Interaktionstraining wurden für diese Themen praxisnahe Fortbildungsmodule entwickelt, welche eine intensive Auseinandersetzung mit Fallbeispielen beinhalten und die Reflexion der täglichen Arbeit im Umgang mit Flüchtlingsfamilien ermöglichen. Die Kerninhalte basieren auf den in der Praxis langjährig erprobten und auf Wirksamkeit überprüften Konzepten „Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung“ (HET; Buschmann, 2017; Buschmann et al., 2009) und „Heidelberger Interaktionstraining für pädagogisches Fachpersonal“ (HIT).

Ziel ist die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfer*innen und pädagogischen Fachkräften im Umgang mit Kindern mit Fluchterfahrung und deren Familien, um die tägliche Zusammenarbeit ressourcenorientiert zu gestalten.


Alltagsintegrierte Sprachförderung

Zentrale Aspekte

  • Alltagsintegrierte Sprachförderung als Kernmodul des IMPULS-Interaktionstrainings wird erläutert.
  • Natürliche Kommunikationsstrategien in gemeinsamen Alltagssituationen nutzen.
  • Lautsprache durch Handzeichen/Gebärden unterstützen.

Mehrsprachigkeit

Zentrale Aspekte

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen zu mehrsprachigem Aufwachsen und mehrsprachigem Erziehen beherrschen.
  • Typische Sorgen und Ängste von Eltern und pädagogischen Fachkräften kennen und ihnen begegnen können.
  • Möglichkeiten für einen wertschätzenden und förderlichen Umgang mit Mehrsprachigkeit in Institutionen und Familien aufzeigen können.

Kultursensibilität

Zentrale Aspekte

  • Kulturelle Prägungen reflektieren und ihren Einfluss auf Eigen- und Fremdwahrnehmung einordnen können.
  • Strategien der interkulturellen Gesprächsführung und interkulturellen Pädagogik werden präsentiert.

Kooperation mit den Eltern

Zentrale Aspekte

  • Unterschiedliche sozioökonomische, kulturelle und sprachliche Vorraussetzungen einordnen können.
  • Strategien für eine gelingende Kommunikation zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften beherrschen.
  • Herausfordernde Situationen analysieren und lösen können.

Umgang mit Traumatisierung

Zentrale Aspekte

  • Möglichkeiten zur Stabilisierung traumatisierter Kinder werden besprochen.
  • Symptome von Traumatisierung und Erscheinungsformen von Belastungsreaktionen werden vorgestellt.
  • Handlungsstrategien und Übungen für den täglichen Umgang mit traumatisierten Kindern und Familien werden erarbeitet.

Selbstfürsorge

Zentrale Aspekte

  • Eigene Belastung wahrnehmen.
  • Schutz- und Risikofaktoren in der Arbeit mit geflüchteten Familien und Familien mit Migrationsgeschichte kennen.
  • Strategien kennen, um trotz hoher Belastung, Engagement und Mitgefühl auf die eigenen Grenzen zu achten.

Hinweis

Eine Besonderheit unseres Angebotes stellt die Verzahnung der Module Umgang mit Traumatisierung und Selbstfürsorge dar: bezogen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und unsere Erfahrungen empfehlen wir, beide Module in Kombination zu buchen.