Forschung am ZEL

IMPULS–Interaktionstraining – Sprache als Brücke zur Integration

Entwicklung und Evaluation

Anleitung von Ehrenamtlichen und pädagogischen Fachkräften zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung von Flüchtlingskindern

Am 1. Dezember 2015 starteten wir gemeinsam mit der Stiftungsuniversität Hildesheim (Dr. Ann-Katrin Bockmann) und der Günter Reimann-Dubbers Stiftung, Heidelberg sowie dem Universitätsklinikum Heidelberg (Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abt. Neuropädiatrie und Stoffwechselmedizin) ein Projekt, in welchem die aktuelle Thematik der Notwendigkeit eines raschen Deutschlernens bei Kindern mit Fluchterfahrung sehr praxisnah aufgegriffen wird.

Kinder sind wahre Sprachlernwunder, wenn sie sich in einer für sie angenehmen und sprachanregenden Umgebung aufwachsen und von muttersprachlichen Personen betreut werden. Diese Betreuungspersonen können unabhängig davon, ob sie für den pädagogischen Bereich ausgebildet sind oder nicht die Kinder optimal in den vielzähligen Alltagssituationen optimal und viel besser als vermutlich gedacht beim Deutschlernen unterstützen. Internationale Studien zur alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung belegen die hohe Wirksamkeit von Fachkräfteschulungen hinsichtlich ihrer sprachbezogenen Interaktion mit den Kindern.

Im Rahmen des IMPULS-Interaktionstrainings wurden bisher folgende Schulungen durchgeführt:

  • Schulung von BeratungslehrerInnen in Hildesheim: "Wie kann Beratung im interkulturellen Kontext gelingen?"
  • Schulung von ErzieherInnen und Kitaleitungen in Hildesheim: "Stabilisierung in der Kita" auf dem Fachtag Flucht
  • Schulung von interdisziplinären Fachkräften des interdisziplinären Arbeitskreises Sprachförderung in Hildesheim: "Die Bedeutung von kultursensiblen Umgang in der multikulturellen Zusammenarbeit"
  • Schulung von interdisziplinären Fachkräften des Sprachheilzentrums in Bad Salzdetfurth: "Umgang mit Traumatisierung"
  • Schulung von Ehren- und Hauptamtlichen des Rucksackprojekts in Hildesheim: "Begleitung von mehrsprachigen Familien in der Kita"
  • Schulung von ErzieherInnen und Kitaleitungen in Göttingen: "Spracherwerb bei Kindern mit Fluchterfahrung"
  • Schulung von ErzieherInnen und LehrerInnen in Heidelberg (ZEL): "Stabilisierung von traumatisierten Kindern mit Fluchterfahrung in Kita und Schule"
  • Schulung von ErzieherInnen, SozialpädagogInnen und Dipl. PädagogInnen in Wolfsburg: "Stabilisierung von traumatisierten Kindern mit Fluchterfahrung in der Kita" auf dem Fachtag Sprachbildung / Sprache als Heimat und dem Fachtag Lernförderung
  • Schulung von ehrenamtlichen HelferInnen des Deutschen Roten Kreuzes in Heidelberg im Patrick Henry Village: "Alltagsintegrierte Sprachförderung" und "Umgang mit Traumatisierung"
  • Schulung von ehrenamtlichen HelferInnen in Ladenburg: "Alltagsintegrierte Sprachförderung"
  • Schulung von ehrenamtlichen HelferInnen in Meißen: "Alltagsintegrierte Sprachförderung"

Koordinatorinnen: Dr. Anke Buschmann & Dr. Ann-Katrin Bockmann

Projektzeitraum: 2016-2018

Projektförderung: Günter Reimann-Dubbers Stiftung

Projektbroschüre: IMPULS-Broschüre